Trip nach Amsterdam

Unterkünfte sind in Amsterdam nicht gerade günstig zu bekommen. Wenn man etwas bezahlbares findet, sind es meist Hostels und dort darf man mit einem Schlafplatz in einem 4/6/8 Mehrbettzimmer vorlieb nehmen. Das Zimmer mit wildfremden Mensch teilen? Nichts für meinen Geschmack. Ein weiteres Problem in Amsterdam sind Parkplätze. Da sieht es mal richtig düster aus. Es gibt nicht viele und sie sind teuer: Mit 45 € pro Tag darf man rechnen. Meine Kriterien bei der Hotelsuche: Einzel- oder Doppelzimmer mit grossem Bett, eigenem Bad & Dusche und einem Parkplatz für Eike (so nenne ich mein Auto). Ja, selbstverständlich gab es einige Treffer. Nein, die waren leider nicht bezahlbar 🙂

Das Auto braucht man in Amsterdam ohnehin nicht. Es lässt sich prima auf einem P+R Parkplatz am Stadtrand abstellen. Davon gibt es mehrere. Von da aus geht es mit den öffentlichen Verkehrsmitteln weiter nach Amsterdam CS. Die Kosten sind gering: Das Parken kostet pro Tag einen Euro und die Fahrt in die Stadt und wieder zurück etwa fünf Euro. Bis zu vier Tage kann man sein Auto dort stehen lassen. Somit konnte ich meine Suchkriterien etwas abmildern: Unterkünfte ohne eigene Parkplätze. Das änderte aber nicht viel, weiterhin nicht bezahlbar. Das schloss auch die Anreise mit dem Zug aus, die ich ebenfalls in Betracht zog.

Also suchte ich nach Hotels im Umfeld von Amsterdam und wurde fündig. Es gab einige günstige Bed & Breakfast Angebote. Dort hätte ich mir aber das Bad mit anderen Gästen teilen müssen. Ich habe schliesslich ein bezahlbares Hotel etwa 15 Kilometer ausserhalb von Amsterdam gefunden. Für niederländische bzw. amsterdam’sche Verhältnisse mit riesigem Zimmer, mehreren Sitzmöglichkeiten, einem grossen Bett, eigenem Bad mit Badewanne und sehr ruhig gelegen. Die Perfekte Unterkunft für ein paar Tage! Bezahlt habe ich knapp 64 € pro Nacht.

Die vielleicht wichtigste Frage aber: Welche Kamera nehme ich mit? Die grosse DSLR oder die kleine Kompakte? Diese Frage habe ich bis zuletzt vor mir her geschoben. Erst am Abreisetag habe ich mich für beide entschieden 🙂 Weil ich mich eben nicht entscheiden konnte. Letztlich habe ich die DSLR nicht benutzt. Meine kleine Sony RX 100 Mark I mag in die Jahre gekommen sein, aber sie ist so unglaublich klein und leicht, hat einen vergleichsweise grossen Sensor, macht einfach tolle Bilder und der Akku hält irrsinnig lange durch. Da konnte die DSLR nur das Nachsehen haben. Zumal dieser Trip ja auch nicht als Fotosafari gedacht war. Der Schwerpunkt lag am Erkunden von Amsterdam und seinem Umfeld. Im Hochsommer schleppt man ohnehin noch allerhand Zeugs mit sich herum: Den Rucksack, mindestens ein Liter Getränke, GPS Gerät zum Tracken der Strecke (hat die Sony nämlich nicht), etwas Obst, Brot, Snacks, Süssigkeiten und so weiter. Da kommt einiges an Gewicht zusammen. Und man legt pro Tag einiges an Stecke zurück. Meist zu Fuss.

Tag 1: Anreise und Amsterdam erkunden

Etwa fünf Gehminuten vom Hotel befand sich eine Bushaltestelle. Von dort ging es in knapp einer halben Stunde one-way für 7,50 € nach Amsterdam. In der City angekommen habe ich mir an der Touristikinformation vor dem Bahnhof ein Amsterdam & Regio Travel Ticket für drei Tage gekauft. Damit kann man alle öffentlichen Verkehrsmittel in und um Amsterdam nutzen. Da ich vier Tage geblieben bin, habe ich es erst am nächsten Tag mit der Busfahrt in die City und dem ersten Check-in aktiviert. Dabei ist zu beachten, dass drei Tage nicht 72 Stunden entsprechen. Ein Tag in diesem Kontext beginnt um 0.00 Uhr und endet um 4.00 Uhr am Folgetag. Vor jeder Fahrt muss man sich ein- und nach jeder Fahrt wieder auschecken. Also auch beim Umsteigen. Dazu hält man das mit einem RFID-Chip bestückte Ticket an spezielle Kartenleser, die sich entweder im Fahrzeug (Bus / Tram), am Gleis (Zug) oder im Eingangsbereich eines Bahnhofs befinden. Der Kartenleser piept einmal, wenn man sich eingecheckt hat. Dies wird auch auf einem Display angezeigt, allerdings in niederländisch. Zweimal, wenn man sich ausgecheckt hat. Und dreimal, wenn ein Problem aufgetreten ist. Ich hatte die Karte anfangs der Bequemlichkeit halber in meinem Portemonnaie belassen und dieses an die Kartenleser gehalten. Allerdings befand sich darin eine weitere Kreditkarte mit RFID-Chip und dies führte häufig zu Problemen.

Um mich in Amsterdam besser zurecht zu finden, habe ich die App OsmAnd+ mit einer Offlinekarte von Openstreetmap benutzt. Weiterhin hilfreich war für mich die App 9292, die mir Verbindungen der öffentlichen Verkehrsmittel anzeigte. Eine Powerbank hatte sich auch als sehr nützlich erwiesen, denn ich war in den vier Tagen recht viel unterwegs und habe das Smartphone intensiv benutzt für Fotos, Videos, zur Orientierung et cetera.

Zu entdecken gibt es in Amsterdam so einiges. Es lohnt sich, gerade am ersten Tag, sich einfach mal planlos treiben zu lassen. Anschliessend kann man immer noch gezielt Sehenswürdigkeiten ansteuern.

Tag 2: Zaandam und Zaanse Schans

Eigentlich wollte ich mir die alten Mühlen in Zaanse Schans ansehen, stieg aber in den falschen Bus und kam in Zaandam an. Und das war gut so, denn Zaandam ist definitiv sehenswert! Das wäre mir sonst entgangen, denn die Ortschaft hatte ich nicht auf meiner Liste. Es ist ein kleines gemütliches Städtchen, nicht so überlaufen wie Amsterdam. Hier habe ich mich eine ganze Weile aufgehalten und wohl gefühlt.

Nach Zaandam wollte ich noch einen zweiten Versuch starten nach Zaanse Schans zu kommen. Und diesmal gelang es auch. Die Fahrt dorthin mit dem Bus dauerte recht lange, eine Stunde etwa. Natürlich sind mir als Ostfriese Mühlen nicht fremd. Trotzdem war es eine lohnenswerte Erfahrung. So viele Mühlen an einem so schönen Ort habe ich auch noch nicht gesehen. In der Nähe vom Parkplatz befindet sich ein Aussichtsturm von wo man einen guten Ausblick auf die Mühlen und die Natur hat. Der Ort selbst ist allerdings schon sehr touristisch. Dennoch eine gute Abwechslung, wenn man dem Stadttrubel mal entfliehen möchte.

 

Für Busse sind oftmals eigene Fahrspuren vorhanden, sodass sie selbst zur Rush Hour zügig voran kommen, während die Autos im Stau stehen. In deutschen Grosstädten dominiert hingegen das Auto. In Amsterdam das Fahrrad und der öffentliche Verkehr. Da wünscht man sich, in Deutschland hätte man auch so viel Weitsicht bei der Stadtplanung gehabt. Bestes Beispiel ist die Fahrrad Stadt Groningen. Wenn es euch interessiert, seht mal das Video The World’s Cycling City an. Schon interessant.

Tag 3: Haarlem und Amsterdam

Von Haarlem war ich eher enttäuscht. Kann aber an meiner Erwartungshaltung gelegen haben. Einige Zeit lang habe ich mich auf einem kleinen Flohmarkt aufgehalten und dort geschnüstert, aber auch nichts wirklich spannendes gefunden. Ansonsten gab es eher nicht so viel zu sehen, weshalb ich mich dort auch gar nicht lange aufgehalten habe.

 

Stattdessen habe ich vorgezogen Amsterdam weiter zu erkunden. Am frühen Nachmittag war ich in der frei zugänglichen Bibliothek und habe dort in der Kantine einen leckeren Burger mit Pommes gegessen. Mit einem kleinen Heineken habe ich dafür 15 € bezahlt, was gar nicht so teuer ist für Amsterdam. Und es war das teuerste Gericht, man kann also auch noch mal deutlich günstiger speisen. Zuvor habe ich aber den Ausblick auf der Terrasse genossen, die sich wie die Kantine in der siebten Etage befindet. Gerade in dem Moment zog ein Gewitter auf. Perfektes Timing eine Mittagspause einzulegen, bis sich die dunklen Wolken wieder verzogen.

Falls man sich ein Fahrrad mietet, muss man achtgeben wo man es abstellt. Keinesfalls sollte man es an einem Strassenschild oder ähnlichem anketten. Es dürfen nur ausgewiesene Parkplätze benutzt werden. Wer sich nicht dran hält, bekommt eine Verwarnung. Im schlimmsten Fall wird es abgeschleppt.

In Amsterdam ist das Fahrrad das Verkehrsmittel Nummer 1. Man muss als Fussgänger gut aufpassen wo man lang läuft, denn es ist zumindest anfangs recht ungewohnt, dass so viele mit dem Rad unterwegs sind. Wenn man mal darauf achtet, findet man auch interessante Umbauten.

Tag 4: Almere und Lelystad

Am letzten Tag habe ich mir die beiden Städte Almere und Lelystad angesehen. Mit dem Zug sind beide gut zu erreichen. Ich war mir nicht sicher, ob ich den Intercity mit meiner Fahrkarte nehmen durfte und habe eine Schaffnerin gefragt, die am Gleis stand. Nach einigem hin und her bekam ich die Auskunft, dass ich damit fahren dürfe. Da sich der Zug jedoch an einem anderen Gleis befand, war er zeitlich nicht mehr rechtzeitig für mich zu erreichen und ich nahm den Sprinter nach Almere.

Almere ist sehr modern, hat eine grosse Fussgängerzone und ist ein wahres Shopping Paradies. Gefühlt war jedes dritte Geschäft ein Handy-Laden, aber der Eindruck täuscht wahrscheinlich. Es gibt dort sehr noble Geschäfte, einen Apple Reseller, einen Samsung Shop, aber auch H&M. Da ich nicht auf Shopping Tour war, bin ich einfach die Fussgängerzone entlang geschlendert.

 

Interessant fand ich das Landschaftsbild zwischen Lelystad und Almere.

Lelystad ist im Vergleich zu Almere eine kleine Stadt. Aber auch sehenswert.

Alle Sehenswürdigkeiten auf einer Karte

Einige der von mir besuchten Sehenswürdigkeiten habe ich in die Karte eingezeichnet.

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I am Amsterdam: 52.359070, 4.884000
Vondelpark: 52.357472, 4.866214
Liebesschlossbrücke: 52.368237, 4.897665
Openbare Bibliotheek: 52.375768, 4.908193
NEMO Science Center: 52.374228, 4.912578
Zaandam: 52.438424, 4.816319
Zaanse Schans Aussichtsturm: 52.474325, 4.822708
Lelystad: 52.507858, 5.473831
Almere: 52.373924, 5.218484
Zaanse Schans: 52.474161, 4.817955
Königlicher Palast: 52.373131, 4.892102
Rotlicht Museum: 52.373623, 4.899044
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Distanz: 8.2 km
Almere

Almere ist eine sehr moderne Stadt mit einer grossen Fussgängerzone. Ein Paradies zum Shoppen.

Almere Flevoland, Niederlande
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Distanz: 16.2 km
NEMO Science Center

Auf dem Dach vom Museum, das frei zugänglich ist, hat mein einen tollen Ausblick. Ausserdem befindet sich dort ein grosser Wasserspielplatz, der nicht nur Kinder begeistert 🙂

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Distanz: 16.4 km
Openbare Bibliotheek

Eine öffentliche Bibliothek, die frei zugänglich ist. In der siebten Etage befindet sich eine Kantine, wo man gut und günstig etwas essen kann. Ausserdem kann man dort auf die Terasse gehen und hat einen super Ausblick auf Amsterdam. Noch bis Ende August finden Renovierungsarbeiten statt, deshalb gelten spezielle Öffnungszeiten.

 

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Distanz: 17 km
Rotlicht Museum

Selbst war ich zwar nicht im Rotlicht Museum. Es klingt aber ganz spannend. Als Frau kann man sich auch mal hinter die Glasscheibe setzen.

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Distanz: 17.3 km
Liebesschlossbrücke

Eine wunderbare kleine Brücke, an der Verliebte viele Schlösser angebracht haben.

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Distanz: 17.5 km
Königlicher Palast

Auf dem Platz ist immer was los und die Schausteller laden zum Fotografieren ein.

Königlicher Palast
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Distanz: 18.6 km
I am Amsterdam

Der Schriftzug ist ein klassisches Fotomotiv und es macht einfach Spass, darauf herumzuklettern.

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Distanz: 19.8 km
Vondelpark

Viel Grün, Ruhe und Erholung findet man auch mitten in der Stadt: im Vondelpark.

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Distanz: 21.6 km
Zaandam

Die Innenstadt von Zaadam ist sehr gemütlich und lädt zum Bummeln und Shoppen ein.

Zaandam Noord-Holland, Niederlande
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Distanz: 21.8 km
Zaanse Schans Aussichtsturm

Von hier hat man einen guten Ausblick auf die Mühlen und die Umgebung.

Zaanse Schans Noord-Holland, Niederlande
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Wollt ihr noch mehr über Amsterdam erfahren? Dann schaut euch den Erfahrungsbericht von Mark an. Dort findet ihr weitere wertvolle Informationen und jede Menge Fotos.

Mal richtig durchhängen

Nachdem der gestrige Tag ja ziemlich ins Wasser gefallen ist, wurde ich dafür heute von Sonnenstrahlen geweckt 🙂 Gleich nach dem Frühstück machte ich mich auf zur längsten Hängebrücke der Welt an der Rappbodetalsperre im Harz. Mein Glück, denn nur etwa eine halbe Stunde später war der Parkplatz bereits randvoll und es bildete sich ein langer Stau auf der Strasse in beiden Richtungen. Zum Ärgernis der Autofahrer, die diese Attraktion gar nicht besuchen, sondern nur die Talsperre passieren wollten. Die Hängebrücke wurde erst am 7. Mai 2017 eingeweiht und ist derzeit ein ziemlicher Besuchermagnet. Wenn man über die wacklige, aber absolut sichere, 458 Meter lange Hängebrücke möchte, muss man sich für 6 € ein Ticket am Automaten holen. Obwohl ich nicht von Höhenangst befreit bin, hatte ich absolut keine Probleme mit der Überquerung. Teilweise schaukelte es so stark, dass ich mich nur noch an das Geländer retten konnte. Einige Besucher haben sehr schnell kehrt gemacht (:

Bei mir hat die Überquerung keinen Adrenalinstoss ausgelöst, aber bei einigen anderen schon. Wem nach mehr Abenteuer ist, der kann ja mal die Doppelseilrutsche für sich ausprobieren. Ich habe ein kleines Video davon gedreht, seht selbst:

Eine weitere Möglichkeit für einen Adrenalinkick ist ein 75 Meter tiefer Pendelsprung. Nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Weil unten natürlich nichts als Wasser wartet, wurden die Wagemutigen anschliessend wieder herauf gezogen. Hier noch ein paar Bilder von der Hängebrücke und dem Megazipline.

Dann habe ich noch das DDR Museum in Thale besucht. Ich bin ja nicht so der Museums-Typ, daher mein kurzes Fazit: ganz okay.

Viel spannender fand ich aber den Stadtbummel in Quedlinburg mit seinen verwinkelten Gassen und den vielen alten Fachwerkhäusern. Da habe ich mich auch zu einer Stadtrundfahr verleiten lassen, was ich sonst eher meide. War aber “ganz okay” (: Man wurde ordentlich durchgerüttelt, denn die alten Strassen der Stadt sind aus Kopfsteinpflaster.

Und schliesslich habe ich mir noch die Tropfsteinhöhle Hermannshöhle in Rübeland angesehen. Die Besichtigung war nur in einer Führung möglich und man durfte auch leider nicht fotografieren, um die ansässigen Fledermäuse nicht zu stören. Selbst ohne Blitz würde man das. Naja, ich habe jedenfalls keine Fledermäuse gesehen. Wir waren eine sehr überschaubare Gruppe von drei Leuten. Den Vortrag selbst fand ich zwar informativ, aber doch sehr aufgesagt / auswendig gelernt. Zwischenfragen hat die Person gleich aus dem Konzept gebracht. Gefiel mir nicht so.

Auf der Karte findet ihr wie immer alle wichtigen Orte:

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Hängebrücke Parkplatz: 51.742764, 10.887615
Hängebrücke: 51.741785, 10.891052
DDR Museum: 51.748842, 11.032564
Tropfsteinhöhle: 51.755199, 10.847041
Quedlinburg Parkplatz: 51.787412, 11.135084
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Distanz: 4.6 km
Hängebrücke

Das Betreten der Hängebrücke ist gebührenpflichtig und schlägt mit 6€ zu Buche. Ein Kassenautomat befindet sich direkt an der Hängebrücke und nimmt Münzen und Scheine entgegen.

Öffnungszeiten: täglich von 08.00 bis 22.00 Uhr. Die Brücke ist das ganze Jahr über geöffnet. Um 21.30 Uhr ist letzter Einlass am Ticketautomaten.

Rappbodetalsperre-Staumauer Sachsen-Anhalt, Deutschland
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Distanz: 4.8 km
Hängebrücke Parkplatz

Gebührenpflichtiger Parkplatz. Für bis zu drei Stunden sind 2€ fällig.

Rappbodetalsperre-Staumauer Sachsen-Anhalt, Deutschland
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Distanz: 5.3 km
DDR Museum

Das DDR Museum befindet sich in der 6. Etage in einem grossen Möbelhaus. Der Eintritt kostet 5 €.

Steinbachstraße Sachsen-Anhalt, Deutschland
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Distanz: 7.5 km
Tropfsteinhöhle
Thale Sachsen-Anhalt, Deutschland
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Distanz: 12.9 km
Quedlinburg Parkplatz

Gebührenpflichtiger Parkplatz

Schenkgasse Sachsen-Anhalt, Deutschland

Sea Life Hannover

Der heutige Mittwoch sollte in gesamt Deutschland ein ziemlich verregneter Tag werden. Ich überlegte bereits abends zuvor, was ich ausfressen könnte. Ich entschied mich dann heute, das Sea Life in Hannover zu besuchen. Dies aber nur als Zwischenstopp, meine Reise geht danach noch weiter. Dort angekommen, goss es in Strömen. Ich hatte mir online ein Spar-Ticket für 13,50 € besorgt. Der reguläre Eintritt ist mit 17,50 € ein paar Euro teurer. Und weshalb zusätzlich ein Express Ticket erworben werden kann (gegen Aufschlag natürlich), wurde mir dann klar, als ich mich in die lange Schlange einreihte. Mit besagtem Express Ticket darf man sich nämlich ganz offiziell an der langen Schlange vorbei bewegen und wird bevorzugt behandelt.

Netterweise verteilte ein Mitarbeiter Regenschirme an die wartenden Gäste, die keinen dabei hatten. Ich habe nicht auf die Uhr gesehen, aber eine halbe Stunde werde ich wohl auf Einlass gewartet haben. An der Kasse selbst ging es dann schnell und es gab einen Stempel auf die Hand, der sich später glücklicherweise leicht wieder abwischen ließ. Innen war es erwartungsgemäss proppevoll. So macht ein Besuch natürlich wenig Freude. Die Aquarien sind ganz nett hergerichtet und es gab u.a. Haie und Krokodile zu sehen, aber wirklich begeistern konnte mich das nicht. Den Besuch hätte ich mir schenken können.

Falls Dich mein Fazit nicht von einem Besuch abhalten kann … auf der Karte findest Du weitere Informationen.

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Sea Life: 52.392445, 9.699267
Kostenfreie Parkplätze: 52.391086, 9.707000
Kostenpflichtige Parkplätze: 52.390645, 9.702913
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Distanz: 0.2 km
Kostenpflichtige Parkplätze
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Distanz: 0.2 km
Sea Life

Das Sea Life ist leider nicht so gut ausgeschildert. Ich musste dann einmal nach dem Weg fragen und stieß dabei auf ein Päarchen, dass ebenfalls zum Sea Life wollte. Doch auch sie kannten den Weg nicht.

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Distanz: 0.3 km
Kostenfreie Parkplätze

Am Strassenrand kann kostenfrei geparkt werden.

LaPaDu, Tetraeder, Tiger & Turtle

Für ein Wochenende fuhr ich Ende Juni ins Ruhrgebiet und traf mich dort mit Roman, um Duisburg und Umgebung zu erkunden. Ganz oben auf unserer Liste stand ein Besuch beim Landschaftspark Duisburg-Nord (LaPaDu) an, den wir auch noch abends am Anreisetag besucht haben. Ausgerüstet mit Fotoapparat, Wechselobjektiv und Stativ sollten ein paar schöne Nachtaufnahmen entstehen. Das Wachpersonal riet uns aber davon ab auf den Hochofen zu gehen, da ein starkes Gewitter kurz bevor stand. Diese Warnung hat uns doch ein wenig verwundert, sagten unsere beiden Wetter-Apps doch etwas anderes vorher. So erkundeten wir den Landschaftspark vorerst in Bodennähe weiter. Auch nach 40 Minuten keine Spur vom angekündigten Gewitter. Und so grübelten wir noch eine Weile, ob wir nicht doch noch den Aufstieg wagen sollten. Wir entschieden uns, am nächsten Tag wiederzukommen.

Der Landschaftspark ist mit etwa 180 Hektar einfach riesig, aber auch unglaublich abwechslungsreich! Unmöglich, alles an einem Tag zu sehen. Falls ihr euch dafür interessiert, müsst ihr euch den folgenden Film ansehen! Neben schönen Eindrücken erfährt man auch viel zur Entstehungsgeschichte des Landschaftsparks. Ein sehr kurzweiliger und aktueller Film (2017).

In Bottrop haben wir das Tetraeder besichtigt. Von unten und von oben. Nichts für Leute mit Höhenangst. Tatsächlich kehrte eine Frau auf halben Weg wieder um. Die ersten Stufen sind noch leicht zu nehmen. Doch nach der ersten Treppe betritt man eine Plattform, die aus Gitter besteht. Man kann also durchsehen und wenn man den Blick unwillkürlich nach unten richtet, hat man den Abgrund vor Augen. Das war für mich und meinen Bruder ein mulmiger Moment. Aber hey, den besten Ausblick hat man ganz oben.

Die dritte und letzte Station unseres Aufenthalts im Ruhrgebiet war Tiger and Turtle Magic Mountain. Eine begehbare Achterbahn. Mit Looping natürlich, wie sich das für eine Achterbahn gehört. Auch hier hatte man wieder eine tolle Aussicht. Das Wetter meinte es am Abreisetag aber nicht gut mit uns. Es war sehr windig und später fing es auch zu regnen an. Nachdem wir alles gesehen hatten, machten wir uns auf die Suche nach einem Geocache, der sich dort befinden sollte. Doch wir stellten die Suche bald ein und gingen zurück zu den Autos.

Auf der Karte habe ich für euch alle Stationen eingezeichnet, falls es euch auch mal ins Ruhrgebiet verschlägt.

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Tetraeder: 51.527500, 6.959890
Tetraeder - Parkplatz: 51.527057, 6.954297
Landschaftspark Duisburg - Zugang: 51.480582, 6.783654
Landschaftspark Duisburg - Parkplatz: 51.481252, 6.784294
Landschaftspark Duisburg - Hochofen: 51.480241, 6.780037
Tiger and Turtle Magic Mountain: 51.375642, 6.737950
Tiger and Turtle Magic Mountain - Parkplatz: 51.376631, 6.739243
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Distanz: 5.4 km
Landschaftspark Duisburg - Parkplatz
Landschaftspark Duisburg Nord Regierungsbezirk Düsseldorf, Deutschland
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Distanz: 5.4 km
Landschaftspark Duisburg - Zugang

Einer von vielen Zugängen

Landschaftspark Duisburg Nord Regierungsbezirk Düsseldorf, Deutschland
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Distanz: 5.6 km
Landschaftspark Duisburg - Hochofen
Landschaftspark Duisburg Nord Regierungsbezirk Düsseldorf, Deutschland
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Distanz: 10.2 km
Tetraeder - Parkplatz
Tetraeder Regierungsbezirk Münster, Deutschland
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Distanz: 10.5 km
Tetraeder
Tetraeder Regierungsbezirk Münster, Deutschland
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Distanz: 12.2 km
Tiger and Turtle Magic Mountain - Parkplatz
Ehinger Straße 117 Nordrhein-Westfalen, Deutschland
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Distanz: 12.3 km
Tiger and Turtle Magic Mountain
Ehinger Straße 117 Nordrhein-Westfalen, Deutschland

OwnCloud aktualisieren

Ich mag die OwnCloud wirklich sehr und nutze sie nicht nur, um Dateien mit anderen Personen zu teilen. Ich synchronisierte damit zwischen verschiedenen Geräten, verwalte meine Kalender und meine Kontakte. Hier und da zwickt es manchmal, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden. Was jedoch ganz ganz dolle zwickt, dass ist der Updatevorgang. Der funktionierte zumindest bei meiner Installation noch nie. Nicht ein einziges Mal. Da wünscht man sich so eine einfache Lösung, wie sie Worpress realisiert hat. Alles geschieht automatisch, ohne eigenes Zutun.

Mein Updatevorgang sieht so aus, dass ich das aktuell Tar-Archiv via wget vom Server lade und in meine bestehende Installation entpacke. Danach rufe ich meine OwnCloud im Browser auf, woraufhin die Updateprozedur startet. Danach sind dann immer die Module Kalender und Kontakte deaktivert (warum auch immer!), die ich dann also manuell wieder aktiviere. Viel nerviger ist jedoch die Meldung der Integritätsprüfung, denn meist gibt es einen ganzen Haufen nicht mehr benötigter Dateien. Die Art der Auflistung macht es einem nicht gerade leicht, die Dateien schnell mal selbst zu löschen. Und automatisch geht das schon mal gar nicht.

Ich habe mir dafür heute ein kleines Shellskript geschrieben. Es ermittelt die nicht mehr benötigten Dateien und löscht sie. Ein Backup ist natürlich Pflicht – muss ich das noch extra erwähnen? Hier die Ausgabe vom Lauf vorhin:

Integritaetstest wird durchgefuehrt ...
  App activity
  App calendar
  App comments
  App configreport
  App contacts
  App dav
  App federatedfilesharing
  App federation
  App files
  App files_pdfviewer
  App files_sharing
  App files_texteditor
  App files_trashbin
  App files_videoplayer
  App firstrunwizard
  App gallery
  App notifications
  App provisioning_api
  App systemtags
  App templateeditor
  App updatenotification
  App encryption
  App external
  App files_antivirus
  App files_external
  App files_versions
  App user_external
  App user_ldap
  Core App
... fertig
10 nicht mehr benoetigte Dateien werden geloescht ...
  owncloud/build/documentation/reports/index.html
  owncloud/.github/issue_template.md
  owncloud/.github/pull_request_template.md
  owncloud/.github/CONTRIBUTING.md
  owncloud/vendor/symfony/yaml/.gitignore
  owncloud/.gitmodules
  owncloud/l10n/.gitkeep
  owncloud/3rdparty/.gitignore
  owncloud/3rdparty/icewind/streams/.gitignore
  owncloud/3rdparty/aws-sdk-php/Symfony/Component/EventDispatcher/.gitignore
... fertig

Falls Du Deine OwnCloud ähnlich oder genauso umständlich aktualisierst, dann hilft Dir das Shellskript ja vielleicht weiter:

#!/bin/bash
 
DIR_OC=/PFAD/ZUR/OWNCLOUD
EXE_PHP=/usr/bin/php
EXE_OCC=$DIR_OC/occ
FILE_LST=$(mktemp)

msg() {
  echo "$1"
  [ "$2" = "exit" ] && exit 1
}

[ -x "$EXE_OCC" ] || msg "$DIR_OC ist kein gueltiges OwnCloud Verzeichnis" exit

echo "Integritaetstest wird durchgefuehrt ..."
for app in $($EXE_PHP $EXE_OCC app:list | grep -E "^  - " | cut -c5- | cut -d":" -f1); do
  msg "  App $app"

  for entry in $($EXE_PHP $EXE_OCC integrity:check-app $app | xargs -n 1 | grep -Ev "(-$|current:|expected:)" | sed "s/:$//g"); do
    [ -f "$DIR_OC/apps/$app/$entry" ] || continue
    echo "$DIR_OC/apps/$app/$entry" >> $FILE_LST
  done
done

msg "  Core App"
for entry in $($EXE_PHP $EXE_OCC integrity:check-core | xargs -n 1 | grep -Ev "(-$|current:|expected:)" | sed "s/:$//g"); do
  [ -f "$DIR_OC/$entry" ] || continue
  echo "$DIR_OC/$entry" >> $FILE_LST
done

msg "... fertig"
echo "$(cat $FILE_LST | wc -l) nicht mehr benoetigte Dateien werden geloescht ..."

while read entry; do
  rm $entry || msg "Fehler beim Loeschen der Datei $DIR_OC/$entry" exit
  msg "  $entry"
done < $FILE_LST
msg "... fertig"

rm -f $FILE_LST

Bilderklau

Das Thema Bilderklau wird in Fotografenkreisen immer wieder heiss diskutiert. Weil es gerade wieder aufschwappt, möchte ich nun auch meine Gedanken dazu niederschreiben und womöglich weiter Öl ins Feuer giessen.

Der Bilderklau im Internet unterscheidet sich zum Bilderklau im wahren Leben, der echten physikalischen Welt, darin, dass ich den Diebstahl im Internet wohl kaum jemals bemerken werde. Denn offensichtlich ist der Diebstahl für mich nicht: Da ragt kein einsamer Bilderhaken aus der Wohnzimmerwand, wo vorher mal ein Bild hing. Meine Bilder verschwinden durch den Diebstahl nicht von meiner Homepage. Die Auswirkungen des Diebstahls beschränkt sich vielmehr auf die illegale Nutzung einer digitalen Kopie meines Bildes.

Anders als in der analogen Welt unterscheidet sich eine digitale Kopie nicht von ihrem Original. Wenn Original und Kopie sich aber gleichen wie ein Ei dem anderen: Könnte da ein dreister Dieb nicht behaupten, es wäre sein Foto und ich hätte es entwendet? Davor muss man sich nicht fürchten. Denn jede Kamera, auch wenn es ein Serienprodukt ist, weist einzigartige Merkmal (Pixelfehler etwa) auf, die jedes gemachte Bild zieren. Wenn man also nachweisen kann, dass einem die Kamera gehört bzw. zum Zeitpunkt der Aufnahme gehörte, ist man aus dem Schneider. Üblicherweise verbreitet man seine Bilder im JPEG Format und besitzt – im Gegensatz zum Dieb – auch noch die RAW Datei.

Warum ist Bilderklau überhaupt bei so vielen Hobby-Fotografen ein Dauerthema? Es ist doch so: Wer seine Bilder öffentlich im Internet präsentiert, geht ganz bewusst dieses Risiko ein. Es ist immer eine Abwägung zwischen Nutzen und Risiko. Früher zeigte man seine Bilder in kleinem Kreis Freunden und Familie. Heute teilt man sie bereitwillig mit der ganzen Welt. Nicht wenige Fotografen versehen ihre schönsten Bilder mit einer sichtbaren Signatur oder einem Wasserzeichen, um potenzielle Diebe abzuschrecken. Doch sind sie dezent auf den Bildern angebracht, kann ein Dieb diese ohne grossen Zeitaufwand wieder verschwinden lassen, indem er sie etwa wegstempelt oder das Bild etwas beschneidet. Sind Signatur bzw. Wasserzeichen hingegen deutlich erkennbar, schreckt dies nicht nur Diebe ab. Es zerstört schlichtweg die Wirkung des Bildes, lenkt vom eigentlichen Bild so sehr ab, dass keine Freude beim Betrachten mehr aufkommen kann. Wie beim Titelbild. Die schöne Stimmung wird total zerstört.

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Reif für die Insel

Reif für die Insel. Okay. Aber an die Nordsee auf Wangerooge? Ist das nicht total ungemütlich jetzt so im Winter?

Nö, eigentlich nicht. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt – wenn man bedenkt, dass hier vor wenigen Wochen erst eine schwere Sturmflut gewütet hat, die Wangerooge viel Sand abgetragen hat. Seitdem hat Wangerooge eine Steilküste, was die Insulaner gar nicht lustig finden. Auf der Insel geht es ruhig zu. Wangerooge ist autofrei und Urlauber verirren sich zu dieser Jahreszeit kaum dorthin. Eine super Gelegenheit für einen entspannten und sehr bewegungsreichen Urlaub. An den acht Tagen, die ich dort verbracht habe, bin ich über 100 Kilometer zu Fuss gegangen. Jawohl, noch mal in Worten: einhundert. Ich kann behaupten so ziemlich alles gesehen zu haben, was die Insel zu bieten hat. So gross ist sie nämlich nicht. Sie ist die zweitkleinste der Ostfriesischen Inselgruppe. Sobald ich mich vom Dorf entfernt habe, gehörte die Insel quasi mir – selten kam mir mal jemand entgegen. Das änderte sich erst Tage später zum Wochenende wieder. Schönes sonniges Wetter hat die Insulaner und Touristen aus ihren Löchern gelockt.

In dem Video nehme ich euch mit auf eine Wanderung über die Insel.

 

JadeWeserAirport Days

Den JadeWeserAirport hatte ich bisher nur aus der Ferne gesehen, auf einen meiner Radtouren nach Wilhelmshaven. Gestern konnte ich aber alles ganz aus der Nähe betrachten, denn der Flugplatz am Jadebusen hat eingeladen zu den JadeWeserAiport Days. Und dieser Einladung sind neben mir noch viele andere gefolgt. Nachdem ich mein Auto auf dem kostenfreien Parkplatz abgestellt hatte, habe ich auf Empfehlung eines Parkeinweisers den Bus zum Flugplatz genommen. “Sonst müssen Sie ein ganzes Stück weit laufen”. Aufgrund der Verkehrsführung musste der Bus aber einen grossen Umweg nehmen. Zu Fuss wäre ich schneller am Haupteingang gewesen, und auf dem Rückweg habe ich das auch gemacht. Erst war ich etwas skeptisch, ob sich der Eintritt auch lohnen würde, denn ich mache mir eigentlich nicht so viel aus Flugshows. Es gab auch nicht wenige Zaungäste, die sich wohl entschieden hatten, den Eintritt zu sparen. Aber es hat sich gelohnt und ich konnte viele Fotos machen. Im Vergleich zum Vortag hatten wir sogar trockenes Wetter. Was nicht unwichtig ist, denn überwiegend bewegt man sich auf Rasenflächen. Bei Regen kein wirkliches Vergnügen. Wenn man wollte, konnte man Rundflüge mit dem Flugzeug oder dem Hubschrauber buchen. Ich wollte nicht. Am Boden gab es genug zu sehen. Historische Flugzeuge zum Beispiel. Niedlich fand ich die Schafe, die direkt neben der Startbahn grasten. Wo gibt es das schon?

Neben den Fotos habe ich bei Gelegenheit auch mal kleine Videos gemacht und heute Vormittag mal zu einem Clip zusammengeschnitten.

 

 

Fotomarathon Hamburg

Am 9. Juli 2016 fand der nunmehr fünfte Fotomarathon in Hamburg statt, an dem diesmal auch ich teilgenommen habe. Veranstalter ist der Verein für Objektive Ansichten, der die Foto- und Videografie sowie literarische Arbeiten als künstlerisches Ausdrucksmittel fördern möchte. Der Startschuss fiel morgens um 10 Uhr, woraufhin sich 180 hoch motivierte Fotografen auf Motivsuche begaben.

Bei dem Fotomarathon waren nicht nur Kreativität und fotografisches Können gefragt, sondern auch Durchhaltevermögen. Denn der Fotomarathon sollte ganze 12 Stunden andauern, in drei Etappen à vier Stunden. Nach jeder Etappe traf man sich an einem zuvor mitgeteilten Treffpunkt und erhielt dort die nächsten acht Unterthemen mitgeteilt. Insgesamt sollten bis zum Ende des Tages also 24 Einzelfotos entstehen. Das Rahmenthema Die Stadt ist Deine Bühne! sowie die Unterthemen waren bis zum Veranstaltungstag nicht bekannt, somit konnte man sich im Vorfeld auch nicht darauf vorbereiten. Die Fotos mussten allesamt in der richtigen Reihenfolge aufgenommen werden. Und alles out of the camera – eine Nachbearbeitung war nicht erlaubt.

Unterwegs war ich mit meiner vier Jahre alten Sony RX100 Mark I. Hierfür hatte ich mir extra noch kurz vor dem Termin zwei Ersatzakkus bestellt. Doch tatsächlich hatte ein Akku gereicht und das Display zeigt jetzt sogar noch immer voll an! Das hat mich wirklich erstaunt, da ja mit jedem ein- und ausschalten der Kamera das Objektiv elektronisch ein- und ausgefahren wird. Zudem besitzt die Kamera keinen Sucher, sondern ausschliesslich ein stromhungriges Display. Eine Jury wird nun aus den über 4.000 Einzelfotos die Gewinner ermitteln. Sämtliche Fotos werden am 27. & 28. August 2016 in den Mozart-Sälen in Hamburg ausgestellt. Der Eintritt kostet 3 €.

Jeder Teilnehmer hatte zu Beginn eine Startnummer erhalten, die er immer gut sichtbar mit sich herum tragen sollte. Meine war die 104 und das erste Foto sollte diese Nummer beinhalten. Hier nun meine Fotoreihe. Wünscht mir Glück, vielleicht schaffe ich es ja ins vordere Drittel ;o)

 

Klostergeister

Klostergeister? Für die Ahnungslosen unter euch versuche ich es mal kurz in Worte zu fassen:

In einem Wort: Ausnahmezustand!
Im Sommer eines jeden Jahres finden etwa 20 Hobby-FotografInnen aus allen Himmelsrichtungen (Deutschland, Österreich, Schweiz) zusammen, treffen sich allesamt am Rande eines Dorfes in Baden Würtemberg in einem ehemaligen Frauenkloster, welches als Volkshochschule umfunktioniert wurde, und frönen dort ihrem Hobby. Völlig isoliert von der Aussenwelt, inmitten eines Funklochs, bei Vollverpflegung und mit Schlafunterkünften im Kloster, in komfortbefreiten Zellen – ganz so wie damals. Ohne die Ablenkungen des Alltags beschäftigen sie sich den lieben langen Tag mit nichts anderem als die Fotografie.

Gemeinsam frühstücken, fotografieren, gemeinsam Mittag essen, fotografieren, gemeinsam Abendbrot essen, fotografieren.

Nicht selten auch bis tief in die Nacht hinein: Astrofotografie, Pixel Stick, mitgebrachtes Feuerwerk – es gibt viele Gründe, die Nacht schlaflos zu verbringen. Und wer am Ende des Tages meint, er habe genug fotografiert, der trifft sich mit anderen in der Klosterküche und redet auch dort, wie sollte es anders sein, doch wieder meist über Fotografie. Nicht ausgeschlossen, dass einige ihren Wecker schon sehr früh stellen, um vom Känzele einen einzigartigen Sonnenaufgang mit Einblicken auf das Donautal einzufangen.

Als Norddeutscher hat man hier ganz klar die A…-Karte gezogen, denn Baden Würtemberg liegt am anderen Zipfel Deutschlands. Und so sind mal eben 800 Strassenkilometer vom Heimatort bis zu den Klostergeistern zu bewältigen. Doch diese Strapaze nehme ich gern auf mich, denn es erwartet mich kein anstrengender Workshop, sondern Gleichgesinnte. Also … Verrückte, wie ich es bin 🙂

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