Fotomarathon Hamburg

Am 9. Juli 2016 fand der nunmehr fünfte Fotomarathon in Hamburg statt, an dem diesmal auch ich teilgenommen habe. Veranstalter ist der Verein für Objektive Ansichten, der die Foto- und Videografie sowie literarische Arbeiten als künstlerisches Ausdrucksmittel fördern möchte. Der Startschuss fiel morgens um 10 Uhr, woraufhin sich 180 hoch motivierte Fotografen auf Motivsuche begaben.

Bei dem Fotomarathon waren nicht nur Kreativität und fotografisches Können gefragt, sondern auch Durchhaltevermögen. Denn der Fotomarathon sollte ganze 12 Stunden andauern, in drei Etappen à vier Stunden. Nach jeder Etappe traf man sich an einem zuvor mitgeteilten Treffpunkt und erhielt dort die nächsten acht Unterthemen mitgeteilt. Insgesamt sollten bis zum Ende des Tages also 24 Einzelfotos entstehen. Das Rahmenthema Die Stadt ist Deine Bühne! sowie die Unterthemen waren bis zum Veranstaltungstag nicht bekannt, somit konnte man sich im Vorfeld auch nicht darauf vorbereiten. Die Fotos mussten allesamt in der richtigen Reihenfolge aufgenommen werden. Und alles out of the camera – eine Nachbearbeitung war nicht erlaubt.

Unterwegs war ich mit meiner vier Jahre alten Sony RX100 Mark I. Hierfür hatte ich mir extra noch kurz vor dem Termin zwei Ersatzakkus bestellt. Doch tatsächlich hatte ein Akku gereicht und das Display zeigt jetzt sogar noch immer voll an! Das hat mich wirklich erstaunt, da ja mit jedem ein- und ausschalten der Kamera das Objektiv elektronisch ein- und ausgefahren wird. Zudem besitzt die Kamera keinen Sucher, sondern ausschliesslich ein stromhungriges Display. Eine Jury wird nun aus den über 4.000 Einzelfotos die Gewinner ermitteln. Sämtliche Fotos werden am 27. & 28. August 2016 in den Mozart-Sälen in Hamburg ausgestellt. Der Eintritt kostet 3 €.

Jeder Teilnehmer hatte zu Beginn eine Startnummer erhalten, die er immer gut sichtbar mit sich herum tragen sollte. Meine war die 104 und das erste Foto sollte diese Nummer beinhalten. Hier nun meine Fotoreihe. Wünscht mir Glück, vielleicht schaffe ich es ja ins vordere Drittel ;o)

 

Klostergeister

Klostergeister? Für die Ahnungslosen unter euch versuche ich es mal kurz in Worte zu fassen:

In einem Wort: Ausnahmezustand!
Im Sommer eines jeden Jahres finden etwa 20 Hobby-FotografInnen aus allen Himmelsrichtungen (Deutschland, Österreich, Schweiz) zusammen, treffen sich allesamt am Rande eines Dorfes in Baden Würtemberg in einem ehemaligen Frauenkloster, welches als Volkshochschule umfunktioniert wurde, und frönen dort ihrem Hobby. Völlig isoliert von der Aussenwelt, inmitten eines Funklochs, bei Vollverpflegung und mit Schlafunterkünften im Kloster, in komfortbefreiten Zellen – ganz so wie damals. Ohne die Ablenkungen des Alltags beschäftigen sie sich den lieben langen Tag mit nichts anderem als die Fotografie.

Gemeinsam frühstücken, fotografieren, gemeinsam Mittag essen, fotografieren, gemeinsam Abendbrot essen, fotografieren.

Nicht selten auch bis tief in die Nacht hinein: Astrofotografie, Pixel Stick, mitgebrachtes Feuerwerk – es gibt viele Gründe, die Nacht schlaflos zu verbringen. Und wer am Ende des Tages meint, er habe genug fotografiert, der trifft sich mit anderen in der Klosterküche und redet auch dort, wie sollte es anders sein, doch wieder meist über Fotografie. Nicht ausgeschlossen, dass einige ihren Wecker schon sehr früh stellen, um vom Känzele einen einzigartigen Sonnenaufgang mit Einblicken auf das Donautal einzufangen.

Als Norddeutscher hat man hier ganz klar die A…-Karte gezogen, denn Baden Würtemberg liegt am anderen Zipfel Deutschlands. Und so sind mal eben 800 Strassenkilometer vom Heimatort bis zu den Klostergeistern zu bewältigen. Doch diese Strapaze nehme ich gern auf mich, denn es erwartet mich kein anstrengender Workshop, sondern Gleichgesinnte. Also … Verrückte, wie ich es bin 🙂

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Lange Listen sind lang

Was mir kürzlich bewusst wurde: Meine Aufgabenliste wächst. Wobei Aufgabenliste eigentlich nicht das richtige Wort ist. Es ist vielmehr eine Ansammlung von Aufgaben, Ideen, Wünschen und Stichworten, um sich später an etwas zu erinnern, kleinen und grossen Zielen, die meist jedoch nur schwammig und sehr kurz beschrieben sind. Also mehr so ein Sammelsurium von allem, was mir durch den Kopf schwirrt und in gewisser Weise wichtig für mich ist.

Die Liste wächst stetig an und wird damit immer unübersichtlicher, weil nicht sofort erkennbar ist, ob ein Eintrag nun eine konkrete Aufgabe, ein gross gestecktes Ziel oder bloss ein flüchtiger Gedanke ist, der schon bald wieder aus der Liste verschwindet oder aber fortgeführt wird und die Liste weiter anwachsen lässt. Ich schreibe mir die Dinge auf, wenn sie mir wichtig erscheinen und ich sie nicht aus den Augen verlieren möchte. Doch das nicht-aus-den-Augen-verlieren funktioniert immer schlechter, je länger die Liste wird.

Mit der Getting Things Done Methode habe ich mich schon vor einigen Jahren beschäftigt, das Buch Wie ich die Dinge geregelt kriege von David Allen gelesen und mir die Software MyLifeOrganized zugelegt, mit der man diese Methode sehr gut umsetzen kann. Doch leider gibt es die Software nicht für Linux, was auch der eigentliche Grund dafür ist, dass ich sie seit längerer Zeit nicht mehr einsetze. Ein weiterer Grund ist, dass die Software die Daten in der Cloud speichert. Zumindest dann, wenn man die Software auf mehreren Geräten betreibt und diese synchron halten möchte. Und das möchte ich. Denn wann immer mir etwas durch den Kopf schiesst, möchte ich es notieren können. Egal, ob ich gerade unterwegs bin, im Büro sitze oder daheim am Rechner.

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Villawarming die Zweite

Foto von Christopher Rückert

Der Einladung von Moni & Chris zur zweiten Einweihungsparty der Viewfindervilla folgend, habe ich mich am Samstag auf den Weg nach Hannover gemacht. Dort angekommen und kaum aus dem Auto gestiegen, vernahm ich schon ein schrilles Surren. Den Blick nach oben gerichtet war sofort klar: Hier bist Du richtig! Eine Drohne schwirrte über meinen Kopf. Ausgestattet mit einer Kamera, wie sich später herausstellte, filmte sie die Viewfindervilla (inklusive Nahaufnahme der sehr sauberen und vorzeigbaren Dachrinnen), die nährere Umgebung und die Gäste im Garten.

Nach einer herzlichen Begrüssung durch die Gastgeber stellte ich meinen mitgebrachten Kartoffelsalat zu dem schon üppig belegten “Schlemmerbuffet”, machte mir ein Bier auf und begrüsste einige bekannte Gesichter, die ich auf meinen bisher besuchten Happyshooting Workshops kennengelernt habe: Anna, die von sehr weit – aus Wien – angereist ist, Mark und Uwe, die beide mit mir am 365 Fotos Projekt teilnehmen.

Später am Abend gab es ein privates Live Konzert von Jørgen Lang, dem beinahne-Friesen aus Oldenburg, welches durch Chris live via Internetstream übertragen wurde und nicht nur bei den Anwesenden für Begeisterung sorgte, sondern auch auf Periscope für reichlich positive Kommentare und hoch fliegende Herzen.

Vielen Dank an die Gastgeber für diesen schönen Abend!
Vielen Dank auch an Chris Rückert dafür, dass ich sein Kopterfoto hier verwenden darf!