Rundum Wilhelmshaven

In den letzten Tagen habe ich mich ein wenig mit 360° Fotos und Videos beschäftigt. Das auch 360° Videos möglich sind, war mir neu. Ich finde das eine witzige Sache, wüsste selbst aber nicht viel damit anzufangen. Fotos hingegen finde ich spannend. Weil das Wetter sich heute von seiner besten Seite zeigte, machte ich mich für einen ausgiebigen Spaziergang auf den Weg nach Wilhelmshaven. Nebenbei sind ein paar Fotos für euch mit dem Smartphone entstanden. Sie sind komplett unbearbeitet, seht also bitte grosszügig über fehlerhafte Bildübergänge hinweg 🙂

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Reif für die Insel

Reif für die Insel. Okay. Aber an die Nordsee auf Wangerooge? Ist das nicht total ungemütlich jetzt so im Winter?

Nö, eigentlich nicht. Das Wetter hat sich von seiner besten Seite gezeigt – wenn man bedenkt, dass hier vor wenigen Wochen erst eine schwere Sturmflut gewütet hat, die Wangerooge viel Sand abgetragen hat. Seitdem hat Wangerooge eine Steilküste, was die Insulaner gar nicht lustig finden. Auf der Insel geht es ruhig zu. Wangerooge ist autofrei und Urlauber verirren sich zu dieser Jahreszeit kaum dorthin. Eine super Gelegenheit für einen entspannten und sehr bewegungsreichen Urlaub. An den acht Tagen, die ich dort verbracht habe, bin ich über 100 Kilometer zu Fuss gegangen. Jawohl, noch mal in Worten: einhundert. Ich kann behaupten so ziemlich alles gesehen zu haben, was die Insel zu bieten hat. So gross ist sie nämlich nicht. Sie ist die zweitkleinste der Ostfriesischen Inselgruppe. Sobald ich mich vom Dorf entfernt habe, gehörte die Insel quasi mir – selten kam mir mal jemand entgegen. Das änderte sich erst Tage später zum Wochenende wieder. Schönes sonniges Wetter hat die Insulaner und Touristen aus ihren Löchern gelockt.

In dem Video nehme ich euch mit auf eine Wanderung über die Insel.

 

JadeWeserAirport Days

Den JadeWeserAirport hatte ich bisher nur aus der Ferne gesehen, auf einen meiner Radtouren nach Wilhelmshaven. Gestern konnte ich aber alles ganz aus der Nähe betrachten, denn der Flugplatz am Jadebusen hat eingeladen zu den JadeWeserAiport Days. Und dieser Einladung sind neben mir noch viele andere gefolgt. Nachdem ich mein Auto auf dem kostenfreien Parkplatz abgestellt hatte, habe ich auf Empfehlung eines Parkeinweisers den Bus zum Flugplatz genommen. “Sonst müssen Sie ein ganzes Stück weit laufen”. Aufgrund der Verkehrsführung musste der Bus aber einen grossen Umweg nehmen. Zu Fuss wäre ich schneller am Haupteingang gewesen, und auf dem Rückweg habe ich das auch gemacht. Erst war ich etwas skeptisch, ob sich der Eintritt auch lohnen würde, denn ich mache mir eigentlich nicht so viel aus Flugshows. Es gab auch nicht wenige Zaungäste, die sich wohl entschieden hatten, den Eintritt zu sparen. Aber es hat sich gelohnt und ich konnte viele Fotos machen. Im Vergleich zum Vortag hatten wir sogar trockenes Wetter. Was nicht unwichtig ist, denn überwiegend bewegt man sich auf Rasenflächen. Bei Regen kein wirkliches Vergnügen. Wenn man wollte, konnte man Rundflüge mit dem Flugzeug oder dem Hubschrauber buchen. Ich wollte nicht. Am Boden gab es genug zu sehen. Historische Flugzeuge zum Beispiel. Niedlich fand ich die Schafe, die direkt neben der Startbahn grasten. Wo gibt es das schon?

Neben den Fotos habe ich bei Gelegenheit auch mal kleine Videos gemacht und heute Vormittag mal zu einem Clip zusammengeschnitten.

 

 

Klostergeister

Klostergeister? Für die Ahnungslosen unter euch versuche ich es mal kurz in Worte zu fassen:

In einem Wort: Ausnahmezustand!
Im Sommer eines jeden Jahres finden etwa 20 Hobby-FotografInnen aus allen Himmelsrichtungen (Deutschland, Österreich, Schweiz) zusammen, treffen sich allesamt am Rande eines Dorfes in Baden Würtemberg in einem ehemaligen Frauenkloster, welches als Volkshochschule umfunktioniert wurde, und frönen dort ihrem Hobby. Völlig isoliert von der Aussenwelt, inmitten eines Funklochs, bei Vollverpflegung und mit Schlafunterkünften im Kloster, in komfortbefreiten Zellen – ganz so wie damals. Ohne die Ablenkungen des Alltags beschäftigen sie sich den lieben langen Tag mit nichts anderem als die Fotografie.

Gemeinsam frühstücken, fotografieren, gemeinsam Mittag essen, fotografieren, gemeinsam Abendbrot essen, fotografieren.

Nicht selten auch bis tief in die Nacht hinein: Astrofotografie, Pixel Stick, mitgebrachtes Feuerwerk – es gibt viele Gründe, die Nacht schlaflos zu verbringen. Und wer am Ende des Tages meint, er habe genug fotografiert, der trifft sich mit anderen in der Klosterküche und redet auch dort, wie sollte es anders sein, doch wieder meist über Fotografie. Nicht ausgeschlossen, dass einige ihren Wecker schon sehr früh stellen, um vom Känzele einen einzigartigen Sonnenaufgang mit Einblicken auf das Donautal einzufangen.

Als Norddeutscher hat man hier ganz klar die A…-Karte gezogen, denn Baden Würtemberg liegt am anderen Zipfel Deutschlands. Und so sind mal eben 800 Strassenkilometer vom Heimatort bis zu den Klostergeistern zu bewältigen. Doch diese Strapaze nehme ich gern auf mich, denn es erwartet mich kein anstrengender Workshop, sondern Gleichgesinnte. Also … Verrückte, wie ich es bin 🙂

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